GESUNDHEIT MITeinander ZUKUNFT: Der interkommunaler Zusammenschluss der vier Landkreise widmet sich der Sicherstellung der Gesundheitsversorgung vor Ort.
Die Gesundheitsversorgung auf dem Land steht vor großen Herausforderungen: weniger Fachkräfte, steigender Bedarf. Da medizinische Versorgung keine Kreisgrenzen kennt, arbeiten vier Landkreise jetzt Hand in Hand.
An der Intiative beteiligte Landkreise (Quelle: IKZ-Projektteam)
Gesundheit braucht Zusammenarbeit
Die medizinische Versorgung vor Ort sichern — das ist eine große Aufgabe, die nur gemeinsam gelingt. Auch wenn die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz offiziell für die ambulante Versorgung zuständig ist, werden die Kommunen immer aktiver. Denn: Wer nah an den Menschen ist, erkennt früh, wo es klemmt — und kann gezielt handeln.
GESUNDHEIT MITeinander ZUKUNFT ist eine gemeinsame Initiative von vier Landkreisen. Unser Ziel: Die medizinische Versorgung in der Region langfristig stärken – durch Zusammenarbeit, neue Ideen und konkrete Maßnahmen.
Projektteam oder Ansprechpartner der Initiative „Gesundheit miteinander Zukunft“ (Quelle: Kreisverwaltung Cochem-Zell)
Miteinander reden. Gemeinsam handeln.
Im Zentrum der Initiative steht der Austausch: Wo gibt es Engpässe? Welche Angebote fehlen? Und wie können wir junge Ärztinnen und Ärzte für unsere Region begeistern?
Dafür vernetzen wir:
Haus- und Fachärzte
Krankenhäuser & Pflegeeinrichtungen
Krankenkassen & Ärztekammern
Kommunale Entscheidungsträger
Medizinstudierende & Nachwuchskräfte
Nur wenn alle an einem Strang ziehen, entstehen tragfähige Lösungen.
Ein Projekt mit klaren Zielen
Das Projektteam — mit Ansprechpersonen aus jedem Landkreis hat ein praxisnahes Konzeptpapier entwickelt. Es enthält u.a. folgende Bausteine:
Monitoring der aktuellen Versorgungslage
Vernetzung der Akteure in der medizinischen Versorgung
Nachwuchsförderung und -gewinnung für den ländlichen Raum
Konzeptbausteine der Initiative „Gesundheit miteinander Zukunft“ (Quelle: IKZ-Konzeptpapier)
Auch die Attraktivität der Region Eifel–Mosel–Hunsrück steht im Fokus – als Ort zum Leben, Arbeiten und Gesundwerden.
Eine gemeinsame Außendarstellung spart nicht nur Ressourcen – sie sorgt auch für mehr Aufmerksamkeit bei jungen Medizinerinnen und Medizinern. So schaffen wir Perspektiven – für heute, morgen und übermorgen.
Mehr über unsere bisherigen Meilensteine finden Sie hier. Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus dem Projektteam finden Sie hier.
FAQ
Was genau ist das Ziel des Projekts?
Das Projekt GESUNDHEIT MITeinander ZUKUNFT ist eine interkommunale Initiative der Landkreise Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Vulkaneifel und Cochem-Zell. Ziel ist es, die medizinische Versorgung in der ländlich geprägten Region Eifel-Mosel-Hunsrück nachhaltig zu sichern und zukunftsfähig zu gestalten. Dabei stehen nicht Konkurrenz, sondern die Nutzung gemeinsamer Ressourcen im Vordergrund.
Warum wurde das Projekt ins Leben gerufen - gab es bestimmte Versorgungsengpässe?
Das Projekt ist eine Reaktion auf strukturelle Herausforderungen, die viele ländliche Regionen betreffen – insbesondere die drohende medizinische Unterversorgung durch den Mangel an Fachkräften. Es setzt bewusst auf frühzeitige Nachwuchsgewinnung, regionale Kooperation und zukunftsorientierte Planung, um die medizinische Versorgung langfristig zu sichern.
Welche Landkreise sind konkret beteiligt?
Am Projekt GESUNDHEIT MITeinander ZUKUNFT sind die vier rheinland-pfälzischen Landkreise Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Cochem-Zell und Vulkaneifel als Teil der Region Eifel-Mosel-Hunsrück beteiligt.
Wie ist die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Kommunen organisiert - gibt es eine zentrale Koordinierungsstelle?
Das Projekt ist interkommunal organisiert, wobei die Gesundheitsmanager der vier beteiligten Landkreise die Umsetzung koordinieren und als Ansprechpartner fungieren. Sie erarbeiten gemeinsam Maßnahmenkonzepte und koordinieren verschiedene Teilprojekte.
Welche Rolle spielen Kassenärztliche Vereinigung oder Gesundheitsämter?
Im Projekt GESUNDHEIT MITeinander ZUKUNFT spielen sowohl die Kassenärztliche Vereinigung (KV RLP) als auch die Gesundheitsämter der beteiligten Landkreise eine unterstützende Rolle, insbesondere in den Bereichen Nachwuchsförderung und Netzwerkbildung. Die KV unterstützt das Projekt durch gezielte Maßnahmen zur Nachwuchsförderung. Ein Beispiel dafür ist die finanzielle Förderung von Famulaturen: Medizinstudierende, die eine Famulatur in einem der vier beteiligten Landkreise absolvieren, erhalten eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 500 Euro. Diese Maßnahme soll angehende Ärztinnen und Ärzte für eine Tätigkeit in der Region gewinnen und somit langfristig zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung beitragen. Die Gesundheitsämter der beteiligten Landkreise sind aktiv in das Gesamtvorhaben eingebunden.
Wie wird das Projekt finanziert - gibt es Fördermittel von Bund und Land?
Das Projekt GESUNDHEIT MITeinander ZUKUNFT wird primär durch die vier Landkreise Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Cochem-Zell und Vulkaneifel finanziert. Diese interkommunale Zusammenarbeit ermöglicht es, Ressourcen zu bündeln und gemeinsam Maßnahmen zur Sicherung der medizinischen Versorgung in der Region umzusetzen. Darüber hinaus gibt es gezielte Fördermaßnahmen für spezifische Projektbestandteile. Beispielsweise unterstützt die Kassenärztliche Vereinigung RLP die Nachwuchsförderung durch finanzielle Zuschüsse für Medizinstudierende, die ihre Famulatur in der Region absolvieren. Weitere Maßnahmen-Bausteine, wie das Konzept zur Förderung und Integration ausländischer Ärztinnen und Ärzte, Öffentlichkeitsarbeit oder Netzwerk- und Fortbildungsveranstaltungen werden u.a. über das Förderprogramm LEADER – ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raums – (ko-)finanziert.
Wird das Projekt wissenschaftlich begleitet oder evaluiert?
Eine gezielte wissenschaftliche Begleitung bzw. Evaluierung findet nicht statt. Die Projektbeteiligten stehen dennoch im engen Austausch mit den politisch verantwortlichen Stellen, wie dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, den Ärztekammern und der Kassenärztlichen Vereinigung.